Karl-Heinz Klopf

ÖFFENTLICHER PLATZ

Ort: Hollabrunn
Fertigstellung: 1994

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Unweit des 16m hohen Erdhügels der Hallstattzeit in Großmugl realisierte Karl-Heinz Klopf eine ungewöhnliche Platzgestaltung. Zentrales Element der Arbeit bilden „grünen Inseln“: Fünf, leicht von der Achse abweichende, mit Gras bewachsene Erdhügel unterschiedlicher Größe verleihen dem „Zwischenraum“ einen eigenen Charakter. Mit Hilfe zweier sinusförmig angeordneter, rotbeschichteter Metallrohre, die die Außenkurven des asphaltierten Mittelstreifens mit den integrierten Erdhügeln umfassen, wird die Grenze zwischen den jeweiligen Rasen- und Gehflächen gezogen. Durch den Verlauf des Rohres, das durch eingebaute Lichtquellen und seine Befestigung in entsprechender Höhe neben der Beleuchtung der Gehwege auch gleichzeitig Sitzgelegenheit sein kann, ergeben sich drei Bereiche, die die gesamte Anlage gliedern und ein Gefühl der Weite und Großzügigkeit vermitteln: Schon am Eingang der Anlage, nahe der Straße, bildet ein großer zeichenhafter Hügel den Auftakt; drei weitere „grüne Inseln“ im Mittelbereich markieren das platzartige Zentrum, während eine einzelne Insel in der hinteren Zone, als Spielhügel gedacht, den Abschluß der Anlage darstellt. Mit dieser Arbeit ist es Klopf gelungen, ein Spannungsfeld kontemplativer und belebender Elemente aufzubauen und dadurch die gesamte Wohnanlage aufzuwerten und zu bereichern. (Martina Kandeler-Fritsch).

(Platzgestaltung, 1993 / Realisierung 1994; Erde, Rasen, Lichtrohre, Asphalt; Wohnhausanlage Caselligasse; Hollabrunn, Niederösterreich)

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